CD - Rezensionen

the truth is – theory of a deadman

Mit „The truth is“ liefern Theory of a deadman einen würdigen Nachfolger zu „Scars and Souvenirs“.

Man kann sagen, Theory of a deadman haben gerade eine gute Zeit, so sind sie auf Transformer -Soundtracks vertreten, haben das Glück, auf Chad Kruegers Label vermarktet zu werden und auch so werden sie gerade ziemlich gehypt.

Da ist Kritik natürlich nicht weit und schnell werden Stimmen laut, die auf das leidige Thema Kommerzialisierung abzielen.

Im Grunde ist es hier wie überall…man muß bereit sein, sich darauf einzulassen.

Die Jungs liefern ein Werk ab, dass zwar durchaus den Mainstream im Visier hat, jedoch ebenso durch tolle Melodien und humorvoll-lyrische Texte absolut glänzt!

Der Spaß und die Leidenschaft an der Musik, wird schon bei den ersten Songs des Albums spürbar und schnell erwischt man sich selbst- den ein oder anderen Refrain mit den Fingern auf der Tischplatte mittrommelnd- nicht selten gefolgt von einem gewissen Schmunzeln (aufgrund von diversen Textpassagen), dessen man sich einfach nicht erwehren kann, wie beispielsweise

...“The trouble with girls is they’re all the same
Forget the diamonds and pearls they just want a ring
Before you know it you’re like a dog on a leash…“…

oder

…“You lie when you said your t*ts are real
They’re about as fake as the way we feel …“…

… und vor seinem inneren Auge sieht man Sänger Tyler Connelly einmal kräftig zwinkern;)

Bereits beim ersten Durchhören wird die Variabilität des zweiten Werks der Band sehr deutlich.

Spätestens bei Songs wie „Hurricane“ (großartig!!!) oder dem Titelsong „The truth is“ sollte das Herz eines jeden Rockers höher schlagen lassen, während bei „Love is hell“ Pop- und Blues-Elemente über das altbekannte Thema Liebe referieren und hier und da von einer philosophischen Seite beleuchten.

In „Drag me to hell“ verführen kräftige Gitarrensounds zum Headbangen, während man, aufgrund der Bläser in „Gentleman“ kurz aufhorcht.

Ein Song, der sich vom übrigen Album deutlich abhebt ist „Easy to love“.

Vielen mag er etwas „seicht“, „sanft“ oder „weich“ erscheinen, jedoch finde ich, dass dieser für das Album sehr essentiell ist.

So lustig es ist,… nach all den „Groupies“ und „Bitches“ verleiht es dem Werk die notwendige Ernsthaftigkeit.

Unterm Strich bleibt ein solider, auf Kommerz gertimmter Nachfolger von „Scars and Souvenirs“ und „Kommerz“ ist hier ausnahmsweise einmal nicht ganz negativ zu verstehen.

Ich persönlich finde das Album sehr erfrischend, einfach, weil die Jungs Spaß an dem haben, was sie tun und vor allem, weil sie sich- im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen nicht allzu ernst nehmen und auch einmal über sich selbst lachen können.

Ich finde zudem die Texte auf eine schöne Art und Weise besonders…einfach, weil sie unterhalten und man vor jedem Song voller Erwartung ist, was da gleich kommen mag.

Hinzu kommt eine tolle Produktion, klasse Melodien und einfach ein Album, dass es verdient hat- zumindest gehört zu werden!

Ich für meinen Teil würde mich freuen, mehr von dieser Art Musik im Radio hören zu können, weil hier- trotz Mainstream eine gewisse Qualität unbestreitbar vorhanden ist- alles andere ist sowieso Geschmackssache:))

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